Fussball und Projektmanagement sind zwei meiner grossen Leidenschaften. Sie begleiten mich seit vielen Jahren in meinem Leben. Je länger ich mich mit beidem beschäftige, desto mehr erkenne ich: Die Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Ich behaupte sogar: Teamsport war mein erster Ausbildner zum Project Manager.

Wo beginnen die Gemeinsamkeiten?

Sowohl Fussballtrainer als auch Project Manager haben zum Beispiel grosse übergeordnete Projekte – die Meisterschaft oder eine Promotion – welche in viele kleine Teilprojekte, also einzelne Matches und Werbemittel, unterteilt sind. Jedes Spiel oder eben Teilprojekt ist Teil des grossen Ganzen. Man muss jeden Teil ernstnehmen und konsequent angehen, um das übergeordnete Ziel zu erreichen. Daher heisst es beim Fussball: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und im Projektmanagement: Nach der Abgabe ist vor dem Briefing.

Neben den strukturellen gibt es aber auch inhaltliche Ähnlichkeiten. Wir sind angewiesen auf ein funktionierendes Team. Dieses muss homogen, flexibel und ausgeglichen sein. Es ist nämlich nur so stark wie sein schwächstes Mitglied. Beim Fussball zeigt sich das eindrücklich, wenn zum Beispiel ein Aussenverteidiger vom Durchschnitt der Mannschaft abfällt. Gegner erkennen das und bauen konsequent die Angriffe über die schwächere Seite auf. Der Gegner eines Project Managers ist die Zeit. Bei uns fallen beim schwächsten Glied in der Kette erhöhte Aufwände an, da wir dort aushelfen und ausbügeln müssen. Der geplante Einsatz von Ressourcen ist so nicht möglich und wir müssen umstellen.

Trainer und Project Manager planen also beide auf lange Sicht hin. Wir müssen das Team ausbalancieren und zur Ruhe kommen lassen, damit wir in den heiklen Phasen eine top Crew haben. Gelingt dies nicht, verheizen wir die Ressourcen und der Gewinn der Meisterschaft rückt in weite Ferne.

Zentrale Wichtigkeit: Der Gameplan

Ein Fussballtrainer redet immer vom Gameplan. Das bedeutet, sich individuell auf den Gegner einzustellen. Eine genaue Analyse führt zu den richtigen Schlussfolgerungen für die passende Taktik. Ein Project Manager muss sein Team individuell für jedes Projekt zusammenstellen. Wen brauche ich auf welcher Position und zu welchem Zeitpunkt? Das ist zumeist die zentrale Aufgabenstellung damit ein Projekt mit maximalem Erfolg umgesetzt werden kann: Die richtigen Kräfte zur richtigen Zeit am richtigen Ort einzusetzen.

Ein Gameplan ist gut – Flexibilität ist besser

Auch der beste Gameplan ist aber nur so gut wie die Fähigkeit, auf Veränderungen zu reagieren – also die Fähigkeit der maximalen Flexibilität. Verletzt sich ein wichtiger Spieler oder gerät man früh in Rückstand, braucht es einen Plan B. Der ursprüngliche Plan muss aufgegeben und die richtigen Entscheidungen schnell getroffen werden.

Auch als Project Manager muss ich oft schnell Entscheidungen treffen und flexibel auf neue Gegebenheiten reagieren. Wird zum Beispiel der DU-Termin nach vorne verschoben, müssen die entsprechenden Schritte in die Wege geleitet werden. Allenfalls muss das Flügelspiel (also der Einsatz an Kommunikationsplaner und Junior Beratern) forciert werden, damit der Pace entsprechend hochgeschraubt werden kann. Gelingt die Reaktion nicht, gerät man in die Defensive und das Projekt eskaliert auf Kundenseite. Die Folge: Die letzte Instanz muss parieren. Nur: Wer will schon seinen Torwart in Aktion sehen? Niemand!

Übergeordnete Taktik der Agentur

Es gibt im Fussball ein oft zitiertes Sprichwort: „Mit der Offensive gewinnt man Matches – mit der Defensive gewinnt man Meisterschaften.“

Mit der Offensive gewinnt man Matches – mit der Defensive gewinnt man Meisterschaften.

Das ist in einer Werbeagentur ähnlich: Eine starke Offensive (also die Kreation) gewinnt Pitches und sorgt für neue Aufträge. Aber eine stabile und sichere Defensive (also die Realisationsabteilungen und Beratung) hält langfristige Aufträge, gewinnt also sozusagen die Meisterschaft.

Ob Coach oder Project Manager, beide sind zentrale Bausteine, damit langfristige Ziele erreicht werden können. Wir sind die ersten Motivatoren und Vorbilder in unserem Team. Es ist unsere Aufgabe, den Weg aufzuzeigen und das Team davon zu überzeugen. Davon, diesem Weg zu vertrauen und ihn energisch zu gehen. Gelingt dies, steigen die Erfolgschancen markant.

Fazit

Ich liebe Fussball und ich liebe meinen Job. Es entspricht mir, mich Herausforderungen zu stellen und dafür hart zu arbeiten. Zwar gibt es nach einem erfolgreichen Projekt keine Meisterfeier auf dem Barfi, aber ein Grillabend mit dem Team und Kunden ist genauso viel wert! Und wenn ich bedenke, dass beim Fussball immer der Trainer der Erste ist, der bei Misserfolg seine Koffer packen muss, dann sage ich mir: Wow, seit 8 Jahren mach ich das jetzt schon bei Valencia! Und ich mach es gerne. Weil ich auf ein super Team zählen kann und das Begeisterungslevel überdurchschnittlich hoch ist.


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